Heeresmusikkorps I aus Hannover begeisterte in der Lahder Sporthalle

Nicht nur klassisch militärische Musik war zu hören

Mit dem Marsch "Flieger-Fanfare" eröffnete das Heeresmusikkorps I aus Hannover sein Konzert in der Sporthalle des Schulzentrums Lahde. Das knapp zweistündige Musikprogramm war eine runde Sache, bei der alles passte. Reichlich Beifall gab es für die Musikerinnen und Musiker unter der Leitung von Oberstleutnant Manfred Peter. Der Erlös des Auftritts kommt der Nachwuchsarbeit des Musikzuges der Freiwilligen Feuerwehr Wietersheim-Leteln zugute.  

Nach der Begrüßung durch Bürgermeisterin Marianne Schmitz-Neuland boten die Musikerinnen und Musiker aus Hannover ein abwechslungsreiches Programm aus konzertanten Werken, Zeitgenössischem und "klassisch militärischer Musik". Auf die "Flieger-Fanfare" folgte mit der Farandole aus der Arlesienne-Suite von Georges Bizet mitreißende Sinfonik. Anschließend erklang der Walzer aus Tschaikowskys Ballett "Dornröschen", und auch George Gershwin wurde angemessen gewürdigt. Filmmusik von John Williams stand neben den "Regimentskindern" und den "Lustigen Dorfschmieden" ebenso auf dem Programm wie Eigenkompositionen von Bundeswehr-Musikern. Erst wenige Wochen alt, so Manfred Peter, sei der Marsch "Grüße aus Hannover" vom Flügelhornisten Hauptfeldwebel Jens Soethe. Der Marinemusiker Andreas Reimers hatte vor einigen Jahren nach einer Irland-Tournee ein schwungvolles "Irish Stew" komponiert. Das Arrangement diverser Tänze für Orchester, am Akkordeon vom Chef persönlich begleitet, ließ die Zuschauer mitgehen - ein Hauch von "Riverdance" und den "Dubliners" wehte durch die eher nüchterne Turnhalle. Beeindruckend war auch das Doppelsolo von Hauptfeldwebel Dirk Flügge (an Flügelhorn und Trompete) mit dem Klassiker "My Way". Änderungen im Programm gab es wegen der Erkrankung einiger Musiker. Das Musikkorps ersetzte den Ausfall durch zwei unverwüstliche Marsch-Klassiker: Julius Fuciks "Florentiner" und John Philipp Sousas "Unter dem Sternenbanner". Das Publikum akzeptierte den Lückenschluss vorbehaltlos. Kein Wunder, dass das Musikkorps die Bühne erst nach zwei Zugaben verlassen durfte. Den Schlusspunkt setzten die Musiker von der Leine mit dem "Marsch der Hannoverschen Pioniere" - und auch das passte, denn dieser Truppenteil war vor 1918 in Minden zu Hause
 
Rolf Schäkel